Besuch bei den Rhein-Mosel Werkstätten 
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12. Juni 2023© RMW 

Diese Institution soll es auch in 50 Jahren noch geben

CDU-Bundesvorsitzender Friedrich Merz besuchte die Rhein-Mosel-Werkstatt in Koblenz und versprach seine volle Unterstützung

Koblenz. Hoher Besuch in der Ernst-Sachs-Straße 10 in Koblenz. Am vergangenen Dienstag besuchte Friedrich Merz, Bundesvorsitzender der CDU und Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfrakon, in Begleitung von Bundestagesabgeordneten Josef Oster und dem Vorsitzenden der CDU-Frakon im Koblenzer Stadtrat Stephan Otto, die Rhein-Mosel-Werkstatt (RMW).

Nach der Vorstellung der RMW durch den GeschäCsführer Thomas Hoffmann und den Technischen Leiter Dirk Schaal, suchte der Opposionsführer im Deutschen Bundestag das Gespräch mit der FrauenbeauCragten Julia Denk und dem Werkstattratsvorsitzenden Kai Schütz.

„Es dürte weltweit ziemlich einzigartig sein, was wir in Deutschland in dieser Form bei der Qualifizierung und Beschäftigung von Menschen mit Beeinträchtigung leisten“, zeigte sich Merz beeindruckt. „Institutionen wie diese verdienen jede Unterstützung. Das hier ist vorbildlich. Institutionen wie diese soll es nicht nur seit 50 Jahren, sondern auch noch in 50 Jahren geben. Sie verdienen unsere Förderung und Unterstützung“, versprach Merz.

Anschließend verschaffte sich Merz bei einem Rundgang einen Überblick über die Werkstatt. Besichtigt wurden zunächst die „Montage 10“, eine der neuesten Arbeitsbereiche der RMW am Standort Koblenz. Fokussiert wird sich dort auf Werkstattbeschäftigte, die einen besonders erhöhten Unterstützungsbedarf benötigen. Die Belastung ist dort etwas geringer, die Tätigkeiten finden in einer reizreduzierten Umgebung statt und es gibt räumlich angegliederte Entlastungsangebote und Pflegeräume. Dazu gehört der „Snoezelraum“, der sowohl die Simulation der sensitven Wahrnehmung als auch die körperliche und seelische Entspannung fördert. Für Abwechslung sorgt auch die „Tover-Tafel“, ein Projektor, der Anwendungen und Spiele auf einen Tisch projiziert und auf unterhaltsame und spielerische Weise motorische und kognitiven Fähigkeiten fördert. Anschließend wurde die „Metallhalle“, ein besonders leistungsstarker Arbeitsbereich der Werkstatt, besichtigt. Hier werden mit hoher Präzision und in großer Stückzahl metallische Zulieferprodukte für weltweit tätige Maschinenbauunternehmen produziert.

Insgesamt bietet die RMW rund 900 Menschen mit Beeinträchtigung an fünf Standorten in zwei Landkreisen ein individuelles Betreuungs-, Bildungs-, Qualifizierungs- und Beschäftigungsangebot an. Im Verbund mit den Tochterunternehmen, dem Inklusionsunternehmen der Polytec Integrative und dem Blindenwerk Koblenz, ist die RMW einer der größten Leistungserbringer in der Eingliederungshilfe im nördlichen Rheinland-Pfalz. „Das alles geschieht im Rahmen unseres gesetzlichen Auftrags der Teilhabe am Arbeitsleben und der Förderung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt“, verdeutlichte Geschäftsführer Hoffmann.

„Mir hat es hier sehr gut gefallen. Ich besuche solche Einrichtungen regelmäßig und bin immer wieder beeindruckt was vor Ort von und für die Menschen geleistet wird“, so Merz. In seinem Wahlkreis im Hochsauerland gebe es auch eine große Werkstatt für Menschen mit Beeinträchtigungen, deshalb sei ihm die Arbeit der Werkstätten auch gut vertraut. „Wir sollten auf die Werkstätten in Deutschland nicht verzichten. Das ist wirklich etwas richtig Gutes.“

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